Magic Lanzarote 2017

Vom Tennis zum Triathlon…

… der sportliche Lebenslauf…

Als Jugendlichem war mir die Lauferei verhasst. Zu wenig action. Zu wenig Rivalität, keine Gegner!
Ein Ball musste daher immer dabei sein.

Vater und Mutter beide mehrmals die Woche auf dem Tennisplatz am Schwitzen. Vater ist heute stolzer Absolvent von 55 Wiederholungen des “Deutschen Sportabzeichens”. Ruckzuck trainierte ich mir einen gefürchteten Aufschlag an und 5 Stunden am Tag im Tennisclub waren keine Seltenheit. Das Leistungszentrum Leimen, wo die Jahrgangskollegen Steffi Graf und Boris Becker gedrillt wurden, lag quasi “um die Ecke”. Ambitioniert habe ich damals trainiert, aber Steffi fegte mich als 14-jährige dennoch schon vom Platz. Danach haben sich unsere Wege getrennt und ich betätigte mich lieber als Trainer der Mädchenmannschaft meines Clubs als an meiner eigenen Vorhand zu feilen… .

Dann war es zunächst einmal vorbei mit den sportlichen Ambitionen:
Zwischen dem Abitur und dem Ende des Studiums kamen Kiffen, Koks und Küsse dazwischen.
Danach die etwas moderatere Variante mit Wein, Weib und Wickeltisch. Der Arm wurde dünner, der Bauch dicker.

Das Töchterchen wuchs heran und ebenso keimten das Verantwortungsgefühl und die sportliche Lust.
Dem Kinde kann man als Couch-Potatoe schlecht beibringen, dass es sich zu bewegen hat. Der Papi möchte zum Vorbild werden.
Also raus aus dem Weinkeller und rauf aufs Fahrrad. Dies wiederum war dermassen anstrengend, dass die guten Vorsätze bereits nach kurzer Zeit wieder in der Versenkung verschwanden. Laufen schien leichter, zumindest in den Hügeln von Tabayesco, Lanzarote und insbesondere am Strand.

Eine halbe Stunde Durchhalten.
Der erste 10K-Lauf.
Die ersten Wehwehchen.
Meniskusriss.
Aufrappeln. Weitermachen.

Das Trainieren und der tägliche Kampf gegen den inneren Schweinehund entwickelten sich schnell zum effektiven Problemlöser:
Zu Hause allein erziehend mit Tochter und meiner ebenfalls ausgewanderten Mutter in Alltagsgeplänkel zwischen drei Generationen verstrickt bot und bietet es sich an, sportlich Reissaus zu nehmen.

2011 der erste Marathonlauf in Mainz. Passable Zeit unter 4 Stunden. Es folgt eine beeindruckende Erfahrung beim Madrid-Marathon mit 25.000 Leidensgenossen.

Blut geleckt. Der dritte Marathon – endlich in der Wahlheimat Lanzarote absolviert – fast schon Normalität.
Es wird zur Sucht, sich neue Ziele zu stecken.
Der Marathon, per se ja schon die Königsdisziplin für den Läufer. Die Meditation auf der Strecke. Ausdauersport als Faktor für ein ansehnliches Selbstbewusstsein. Freiwilliges Schinden während so mancher schweisstreibender Trainigsstunde. Und die Auswirkungen im Alltag: Probleme werden frontal und positiv angegangen, denn wer einen Marathon anständig übersteht, der schreckt doch nicht etwa vor einem bösen Kunden oder einem ausufernden Familienzwist zurück?!

Und dann ist da ja Lanzarote. Die Insel der Triathleten. Heimat des windigsten IRONMAN. Jahrelang sehe ich den Athleten dabei zu, wie sie sich über die grausame Fahrradstrecke quälen und danach auch noch den Marathon absolvieren.

Unerreichbar scheint mir diese Leistung.

Und die Illusion der Unerreichbarkeit schmilzt mit jeder heissen Stunde Training auf der “schönsten Geröllhalde Europas”, wie Lanzarote von einem guten Freund gerne genannt wurde, allmählich, aber konstant dahin… .
Der Ironman Lanzarote 2014 kann kommen. Ich habe allergrössten Respekt. Aber die Angst wird mit jedem Traingstag weniger!

***
Nach dem Auswandern im Jahre 2000 und diversen anderen “Herzensangelegenheiten”,
die ich selbst gegen viele Widerstände “durchgezogen” habe,
ist dies also 2013/2014 mein “Ding, das ich mache”… .
Glücklicherweise befinde ich mich damit in guter Gesellschaft.

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