Magic Lanzarote 2017

Ironman Lanzarote at Work – Januar und Februar 2014

 

magic lanzarote ironman at work lanzarote sport kunst art arte
ironman at work – powered by men at work lanzarote

 

Die Statistiken für Januar und Februar

Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt:
Wind und Wetter, lanzarotenische “Winter”-Kälte, Regen, jähe TemperaturWechsel zwischen 12 und 25 Grad Celsius, und sicherlich auch eine ordentliche Portion Unerfahrenheit auf langen Trainingsabschnitten bescherten mir so manche Zipperlein, die dann zwangsläufig dem Elan des willigen Triathlon-Novizen kräftig die Flügel stutzten.

Ergebnis sind deutlich weniger Stunden fleissige Plackerei zu Lande und zu Wasser  als ursprünglich geplant. Besonders das Laufen, eben noch die Nummer 1 auf meiner Liste, kam viel zu kurz.
Während die Profisportler anlässlich der Winterolympiade sich von ihren Ärzten fitspritzen liessen, damit sie trotz Grippe ihre Medaillen holen sollten (was, siehe beispielsweise Erik Frenzel bei den nordischen Kombinierern, dann aber auch nicht gelang), lag ich mit Grippe brav im Bettchen und kurierte diese aus! Gut so, aber 9 Tage Training futsch und damit ebenfalls die schöne Statistik für den ambitioniert begonnenen Januar.

Im Februar wars dann eine angedachte Blasenentzündung, die sich glücklicherweise “nur” als Harnstein herausstellte (zu viel Kalzium-Brause-Tabletten im Wasser – nur weil die besser schmeckten als das ewige Magnesium), die mich für ein paar Tage ausser Gefecht setzte. Es fährt sich nicht gut auf dem unbequemen Fahrradsattel, wenns im Unterleib ungemütlich zwickt und zwackt. – Immerhin hat sich der Sportler und ambitionierte Do-It-Yourself-Doktor Dio seines Steinchens dank einer “Kur” mit 22 Litern Wasser in drei Tagen entledigt  (auch davon wird bekanntlich abgeraten, aber ich bin ja auch schon im Grundzustand gewohnt, etwa 4-5 Liter pro Tag zu schlucken) und auf Antibiotika und sonstwelche chemischen Keulen verzichten können. Bei all den Anfängerfehlern, die man eben als Autodidakt so macht, hab ich also auch einige richtige Schlüsse aus dem Hineinhören in den Körper gezogen. Dennoch: In diesen beiden Monaten sind die anvisierten 40 bis 45 Stunden Training nicht geknackt worden und es bleibt ein ängstliches, zittriges “reicht denn mein Aufwand für die Vorbereitung zu einem Ironman?”.

magic lanzarote ironman diogenes 2014

Bei Wind und Wetter auf dem “Dach” von Lanzarote. Es gilt hier kein Vermummungsverbot… .

Nicht nur die Hoffnung stirbt zuletzt, sondern ebenfalls die Sorge.
In diesem Sinne weiss ich um die fiese eigene Psyche und den auf Abwegen weiter wandelnden inneren Schweinehund.
Soll sich der Kerl doch weiter Sorgen machen -
ein gesunder Angst- und Adrenalinspiegel ist sicherlich nicht verkehrt im Hinblick auf dies Projekt, das ich mir da vor dem 17. Mai vorgenommen habe.

Ansonsten ist der Ironman dennoch immer irgendwie at work. Und sei es im Bett beim Ausschwitzen von Bazillen.
Weiterhin arbeitet er mit professionellem Eifer am anfänglich äusserst schwierigen Verzicht auf den gerne und fast täglich genossenen Weisswein und den gute-Nacht-Joint.
Über diese ganz spezielle Tourtour, die mir eine rund 100 Tage lange komplette Abstinenz von lieb gewordenen Lastern selbstverständlich komplett freiwillig auferlegt, berichtet mein alter ego Eike Eisenmann separat!

Hier die abgespeckten Statistiken für Januar und Februar – nicht in der gewohnten Qualität und Aktualität, da mir 5 Wochen lang das Internet fehlte und runtastic.com mein Konto wieder auf die kostenlose Basis-Variante heruntergestuft hat.

 

Im Januar waren es also, ohne die grippegeschwächten Ausflüge vom Bett zum Taschentuch-Speicher folgende Distanzen und Stunden:

  • 564.85 KM Radfahren (trotz Grippe ordentlich gesteigert)
  • 102.52 KM Laufen (damit tu ich mich derzeit sehr schwer)
  • 2 KM Schwimmen (zähneknirschend, dennoch mit weniger Chlorwasser im Magen)
  • Gesamtzeit 38:36 Stunden, also dennoch an der 40 geschnuppert…

Und im Februar:

  •  492.51 KM auf dem nicht mehr ganz so ungemütlich scheinenden Sattel
  • gerade mal 32.04 KM Laufen (die Schwerkraft war unerbittlich)
  • 4.15 KM Schwimmen (mit motivierenden AHA-Efekten im Becken, auch darüber wird noch zu berichten sein)
  • Gesamtzeit 26:06 Stunden – naja, der Februar ist ja auch ein verdammt kurzer Monat… *kicher*

 

 

magic lanzarote ironman diogenes 2014

 

 

Im Märzen der Bauer die Rösslein einspannt. Und der Triathlet seine eigenen Pferdestärken hoffentlich ohne weitere Krankheitsunterbrechungen und ohne nennenswerte Anfängerfehler aus dem gesunden Körper herauskitzelt… . Danke  fürs Lesen dieser unwichtigen Statistiken, die mir dennoch verdammt noch mal den “Kick geben” und dokumentieren sollen, dass der wahre “Ironman” nicht an einem Wettkampftag entsteht, sondern in den vielen langen Kämpfen während der Monate davor.

Es ist so aufregend, dem Körper beim Wachsen zuschauen zu dürfen und einen Quantensprung nach dem anderen in dieser Vorbereitung auf die erste so lange Distanz meines Lebens mitzuvollziehen!
Eine facebook-Freundin berichtete mir erst kürzlich, dass diese Zeit “leider nie wieder” käme. Und wenn ich dann bei Wind und Wetter in den Pedalen stehe und meinen Entschluss, diese seltsame Sportart auszuüben, verfluche, dann denke ich an diese Worte und schon ist wieder eine ganze Ecke Genuss in der Quälerei zu finden!

 

Vielen Dank an men at work für die aufmunternde Worte und Unterstützung!

 

***

bitte unterstützt mich auch durch einen Klick auf “Daumen hoch” auf meiner facebook-”Fanseite” .
Als Gegenleistung gibt es sportliche Randnotizen, knackige Oberschenkel (sex sells, haha) und  stimmungsvolle Fotos aus Lanzarote!
Ausserdem schaut doch einmal auf mein wunderschönes Gästezimmer bei airbnb.
Gut gelaunte Gäste, nicht nur aber gerne sportlich, sind in meinem kanarischen Stadthäuschen gern gesehen!

***

 

magic lanzarote ironman lanzarote sport sponsors