Magic Lanzarote 2017

das schaffe ich doch nie…

Der “Schweinehund” von www.atticus.de

November.
Der graue Monat.
Tristesse und Depression.
Nasskaltes Wetter und ungemütliche Temperaturen.
Zeit für gemütliche Fernsehtage mit dicken Hausschuhen und Pullis – oder gleich unter der Bettdecke verschwinden.
Zeit für ein paar Packungen Dominosteine und Lebkuchenherzen, Zeit für Winterspeck und wochenlange Regeneration.
Sport? Vielleicht mal ein Rennerchen mit der Tochter und bei hervorragender Motivation wird das Rennrad bis in die kleinste Ritze geputzt… .
Der Wecker klingelt. Aus der Traum.
Also erstens einmal ist hier Lanzarote und nicht Hintertupfingen. Das bedeutet Sonne. Immer noch.
Der gemütlich graue Novemberhimmel findet nicht statt. Auf dem Thermometer scheint der Wert “Gefrierpunkt” irgendwie eingerostet,
oder ausgebleicht vom jahrelangen Sonnenschein. Und ausserdem war da doch was: Der Ironman im Mai.
Ironman.
Das ach so magische Wort löst jetzt gerade spontane Beklemmung aus.
Wann bitte ist mal Pause mit Training? Wann bitte darf ein armer Feierabendprofi mal den grauen Novemberdepressionen frönen, die in der alten Heimat Deutschland jetzt an der Tagesordnung sind und als hervorragende Ausrede für erlahmenden Trainingseifer geltend gemacht werden kann?
Pause? Offenbar nicht hier. Nicht jetzt. Nicht für mich.
Alle Zellen meines Körpers wehren sich seit 2 Tagen standhaft gegen die nächste Trainingseinheit.
Nein, ich muss leider korrigieren:
Es sind wohl eher nur die Hirnzellen, denn der Körper ist gut drauf.
Verkraftet ordentliche Portionen Fahrradtraining so zwischen 60 und 90 Kilometern beim gefürchteten lanzarotenischen Gegenwind schon ganz passabel. Und in 2 Wochen ist ja dann der nächste Marathon. Ein paar lange Läufe vorher müssen noch drin sein. Ach, und das Schwimmtraining – leidige Sache – das habe ich ja noch nicht einmal begonnen. Schwimmen kann doch jeder… .
Irgendwie beginnt das ganze Projekt, mir scheinbar über den Kopf zu wachsen. Das schaffe ich doch nie, weit über 10 Stunden am Stück diesen Winden, eventuell sogar der erbarmungslosen Sonne zu trotzen und heil und gesund ins Ziel zu lächeln.
Drei Stunden Training am Stück? Okay. Vielleicht vier.
Aber wie um alles in der Welt soll ich in den verbleibenden 6 Tagen die nötige Form für diesen komischen Wettkampf erreichen. Eisenmann. Soll ich mir eine Ritterrüstung zulegen?
Oh. Ich vergaß.
Habe in meiner Paranoia Tage mit Monaten gleichgesetzt. Bis Mai sind es dann doch noch ein paar Trainingstage mehr.
Und Mooooment mal – wie war das denn vor 4 Monaten, als sich auf dem Fahrrad nach maximal 10 Kilometern Schmerzen im Hinterteil und in den durch Klickpedale seltsam verdrehten Füssen meldeten?
Wo sind die ganzen Schmerzen nun bei Kilometer 72 denn hin?
So geht es auf und ab in den Gedanken. Eine Achterbahnfahrt vom Feinsten. Mal bin ich topfit, streichle die wachsenden Muskeln, es darf schon vor dem Spiegel an der finalen Jubelpose gefeilt werden.
Und im nächsten Moment steht der eiserne Gigant vor mir und drückt mich kleinen Unhold nieder, der es wagte, ihn herauszufordern.
Das gehört wohl dazu zu diesem seltsamen Sport, zu diesem dauernden Erweitern der eigenen “Limits”. Zu dieser andauernden Erziehung des Stehaufmännchens mit dem Namen “innerer Schweinehund”.
Also Augen auf und durch. Schliesslich habe ich es selbst so gewollt.
…aber ein paar Tage gemütlich-graues Novemberkuscheln sind irgendwie doch was Feines…

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